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Die Smaragd-Minen von San Pablo de Borbur

Besessen spalte ich den schwarzen Erdklumpen erneut und erneut, um wirklich sicher zu sein das sich nicht doch noch einen von diesen grünen Steinchen im innren versteckt. Der Klumpen ist zerbröselt und schon kralle ich mir den nächsten bis auch davon nur noch meine tief schwarzen Hände übrig sind. Am eigenen Leibe erfahre ich wie es ist, vom Smaragd-Rausch besessen zu sein. Alles oder nichts. Der grosse Fund oder ein Leben in der Armut. 

Wir befinden uns in einer der zahlreichen Smaragd-Minen von Kolumbien. Da der Kompressor der Mine auf eine Reparatur wartet, sind die Arbeiten stillgelegt. Einen Teil des Stollen ist schon eingestürzt, wir stehen bis zu den Knöcheln in Wasser, das durch die schwarze Erde in die Mine läuft. 

Nicht selten suchen die Mineure vom Rausch besessen von Morgens bis Abends nach ihrem Glück. Manche ohne einen einzigen Smaragd zu finden.

Weiter gehts ins nächstgelegene Dorf. Hier wird an jeder Ecke gehandelt und gefeilscht. Ob am Nachbartisch in der Dorf-kneipe, vor der Apotheke oder auf der Kirchentreppe. Die grünen Steine  beherrschen das Leben. 

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